1931-1935

Ivory-Maschine: Vom Kunsthandwerk zur industriellen Fertigung

ivorymaschine

Ivory-Maschine

Vom Kunsthandwerk zur industriellen Fertigung

Die Weltwirtschaftskrise 1929 verlangt nach Kreativität und neuen Herstellmethoden. Handgeschnitzter Kunststoff verdrängt schrittweise das teure und rare Elfenbein. Die erste Kunststoff-Spritzgießmaschine im Hause koziol steigert die Produktion um ein Vielfaches und macht Koziol zum Pionier der Kunststofftechnik.

Die Ivory Maschine ist zweigeteilt und markiert den Übergang vom Elfenbein zum Kunststoff, von der Hand- zur Maschinenarbeit, vom Schnitzen zum Spritzgießen. Bereits vor dem Spritzgießen wurde Kunststoff bearbeitet – auf spanabhebende Weise wie das Elfenbein. Die große Transmissionswelle steht für diese Bearbeitungsform, hier wurde Schmuck aus Elfenbein und auch aus Kunststoff geschnitzt. Zur Verarbeitung kam unter anderem Galalith - ein Kunststoff, der seit dem 17. Jahrhundert aus Milch gewonnen wurde.

1935 wurde von koziol erstmals Schmuck aus vollsynthetischen Kunststoffen hergestellt. Damals waren die Spritzgießmaschinen eine technische Revolution und wurden, wie alles Unbekannte, zunächst argwöhnisch betrachtet. Im Volksmund wurden die Maschinen als „Deiwelsmaschine“ [Teufelsmaschinen] bezeichnet. Die erste Spritzgießmaschine von koziol wurde daher zunächst im Keller seines Privathauses versteckt. Darum steht sie auch in der Ausstellung hinter einer Tür. Im Malraum wurden die Broschen mit Blumen- und Tiermotiven von Hand coloriert. Im Museum dürfen die Besucher in diesem Raum Platz nehmen und etwas von der damaligen Atmosphäre aufnehmen.

Öffnungszeiten


DESIGN-OUTLET

Di bis Sa 11-18:30 Uhr /
So 14-18:30 Uhr

GLÜCKS-KANTINE               '
Do, Fr, Sa 11-18 Uhr /
So 14-18 Uhr

KOZIOL-MUSEUM              
Sa 11-17 Uhr
So 14-17 Uhr

Frau B. und die Glücksfabrik

Frau B. Blog
Frau B. englische Version

Museumsbroschüre

Broschuere Gluecksfabrik
 
 
Brochure english